Deutsche GBS CIDP Initiative NRW e.V. zur Unterstützung GBS (Guillain-Barré Syndrom) und CIDP Betroffener

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Was ist CIDP

CIDP - das chronische GBS:

Die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) ist eine sich langsam entwickelnde und lang andauernde (chronisch) entzündliche (inflammatorische) Erkrankung des peripheren Nervensystems. Dabei sind diejenigen Teile des peripheren Nervensystems betroffen, die für die Steuerung der Skelettmuskulatur und die Wahr- nehmung der Hautempfindungen verantwortlich sind. Es handelt sich um eine Schädigung der motorischen und sensiblen Nerven sowie Nervenwurzeln nach dem Austritt aus dem Rückenmark.


Bei der CIDP wird die Myelinscheide des peripheren Nervens geschädigt. Es kommt zu einer chronischen Entzündungsreaktion mit Verlust des Myelins und Entmarkung der Nervenfaser (Demyelinisierung). Der Prozess der Demyelinisierung verläuft langsam über mehrere Monate und ist durch eine diffuse und herdförmige Verteilung entlang der Nervenfasern gekennzeichnet.


Die CIDP wird somit auch als demyelinisierende Erkrankung bezeichnet. Eine Schädigung der sensiblen Nerven kann zu einer Empfindungsstörung der Haut führen, die der Patient als Kribbeln (Parästhesien), Taubheit (Hypästhesie) oder Schmerzen (Dysästhesien) empfindet. Eine Störung der motorischen Nerven stellt sich dem Patienten in erster Linie als Muskelschwäche (Parese) dar. Charakteristisch für die CIDP ist das Nebeneinanderbestehen der genannten sensiblen und motorischen Symptome. So sind bei der CIDP eine zunehmende und symmetrische Sensibilitätsstörung sowie Paresen im Bereich der Extremitätenmuskulatur nachweisbar. Diese Befundkonstellation ist für den neurologisch ausgebildeten Arzt in einer körperlichen Untersuchung erkennbar und eine wesentliche Grundlage für die Formulierung der Diagnose der CIDP.    

Ref. JKB

 

Die Symptome:

Eine CIDP entwickelt sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Als Symptome treten häufig motorische und/oder sensible Störungen in den Armen und Beinen auf, die sich hier in aller Regel symmetrisch manifestieren. Die Betroffenen spüren des Weiteren eine langsame und schleichende Zunahme von Schwäche.

Die Diagnose:

Die Symptome führen schnell zur Diagnose einer Polyneuropathie. Schwieriger gestaltet sich die Abgrenzung der einzelnen Formen. Häufig findet sich im Liquor (Nervenwasser) ein erhöhtes Eiweiß.

Die Behandlung:

  • Kortikosteroide
  • hochdosierte Immunglobuline
  • Plasmapherese (Auswaschen der Antikörper aus dem Blut)
  • Immunsuppressiva
  • Eine Gabe des Chemotherapeutikums Cyclophosphamid kann Erfolg versprechend sein.

 

Die Ursache:

Bisher unbekannt