Deutsche GBS CIDP Initiative NRW e.V. zur Unterstützung GBS (Guillain-Barré Syndrom) und CIDP Betroffener

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Was ist MFS

Miller-Fisher Syndrom – Beschreibung

Das Miller-Fisher-Syndrom ist eine entzündliche Erkrankung von Nervenfasern.
Es ist eine Variante des Guillain-Barré-Syndroms (GBS).

 

Anders als das GBS, bei dem schwere Lähmungen der gesamten Körpermuskulatur bis hin zur Bewegungsunfähigkeit auftreten können, entwickeln sich beim Miller-Fisher-Syndrom Augenbewegungsstörungen, ein Verlust der Reflexe der Muskulatur (Areflexie) und eine Störung der Zielbewegungen (Ataxie). Durch die Störung der Augenbewegungen treten Doppelbilder auf.

Die Koordination, die dazu führt, dass die Bilder, die von beiden Augen wahrgenommen werden, zu einem Bild zusammengefügt werden können, versagt. Die Steuerung der Augenbewegungen ist nicht mehr exakt gegeben, da die Impulse vom Hirnstamm über die erkrankten Nerven die Augenmuskeln nicht oder nicht mehr vollständig erreichen.


Das Fehlen der Muskeleigenreflexe bemerkt der Patient nicht als beeinträchtigend, es hat keinen Krankheitswert. Zu den Muskeleigenreflexen zählt zum Beispiel der sogenannte „Patellarsehnenreflex“, der durch Schlag auf die Sehne unterhalb der Kniescheibe ausgelöst wird. Bestimmt haben Sie dies auch einmal in Ihrer Kindheit ausprobiert. Bei übereinandergeschlagenen Beinen zuckt der Unterschenkel bei Auslösen des Reflexes nach vorn. Solche Reflexe kann man an fast allen Muskeln auslösen.


Weiter besteht eine Störung der Zielbewegungen von Armen und Beinen, aber auch des Rumpfes, also das Gleichgewicht betreffend.
Blasenfunktionsstörungen kommen zusätzlich bei jedem sechsten Patienten vor. 

 

Auszug von der WEB Seite Hoher Meissner  
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